Microsoft-G42-Geothermie-Rechenzentrum für 1 Mrd. USD in Kenia stockt wegen Zahlungsgarantien

Bloomberg berichtet, dass das gemeinsame 1-Milliarden-Dollar-Geothermie-Rechenzentrum von Microsoft und G42 in Kenia ins Stocken geraten ist, nachdem die kenianische Regierung nicht in der Lage war, die von Microsoft als Investitionsbedingung geforderten jährlichen Zahlungsgarantien bereitzustellen. Das Projekt, das durch Kenias erhebliche Geothermieressourcen betrieben worden wäre, war als Vorzeigeprojekt für eine nachhaltige KI-Infrastrukturexpansion in Subsahara-Afrika positioniert. G42 ist ein in den VAE ansässiges KI-Unternehmen; die Partnerschaft wurde Anfang 2026 im Rahmen von Microsofts Afrika-Infrastrukturausbau angekündigt.

Einordnung

Das Scheitern verdeutlicht die Kluft zwischen den Infrastrukturambitionen der Hyperscaler in Schwellenmärkten und der Fähigkeit souveräner Staaten, die finanziellen Garantien zu unterzeichnen, die solche Investitionen tragfähig machen. Nachhaltige KI-Rechenzentrumsprojekte im Globalen Süden stoßen auf strukturelle Finanzierungshindernisse, die durch rein technische Verfügbarkeit nicht überwunden werden können.