Maryland: Erstes US-Bundesland mit Verbot algorithmischer Überwachungspreise im Lebensmitteleinzelhandel

Maryland hat ein Verbot algorithmisch gesteuerter Dynamik- und Überwachungspreise im Lebensmitteleinzelhandel erlassen und ist damit der erste US-Bundesstaat, der diese Praxis auf Einzelhandelsebene reguliert. Das Gesetz richtet sich gegen Preissysteme, die Lebensmittelpreise auf Basis von Verbraucherdaten, Kaufverhalten oder Echtzeit-Nachfragesignalen anpassen. Colorado, Kalifornien, Massachusetts, Illinois und New Jersey prüfen nun aktiv gleichwertige Regelungen – ein Indiz dafür, dass sich eine Welle bundesstaatlicher Preisregulierung im Einzelhandel formiert.

Einordnung

Algorithmische Preisgestaltung bei Grundbedarfsgütern entwickelt sich zum zentralen verbraucherschutzpolitischen Konfliktfeld des Jahres 2026. Marylands Vorstoß schafft eine gesetzgeberische Vorlage, die bereits von fünf weiteren Bundesstaaten adaptiert wird.