Anthropics Chris Olah spricht im Vatikan zur KI-Enzyklika von Papst Leo XIV.

Anthropic-Mitgründer Chris Olah sprach im Vatikan anlässlich der Vorstellung der KI-Enzyklika „Magnifica humanitas" von Papst Leo XIV. und adressierte dabei die Verdrängung menschlicher Arbeit durch KI. Olah erklärte: „Es besteht eine reale Möglichkeit, dass KI menschliche Arbeit in sehr großem Maßstab verdrängt. Sollte das eintreten, wird die Unterstützung der Betroffenen eine moralische Pflicht von historischem Ausmaß sein." Die Enzyklika hält fest: „Das Streben nach höheren Gewinnen kann Entscheidungen nicht rechtfertigen, die systematisch Arbeitsplätze opfern." Gleichzeitig sah sich Olah mit Kritik an einem früheren öffentlichen Versprechen konfrontiert — nie eingelöst —, bis zu 10 % von Anthropics Wert an Trainingsdaten-Autoren zu übertragen, trotz einer Unternehmensbewertung von rund 900 Milliarden USD.

Warum das relevant ist

Die formale KI-Enzyklika des Vatikans eröffnet eine neue institutionelle Dimension in der KI-Governance und weitet die politische Debatte über Regierungen und Regulierungsbehörden hinaus aus. Die gleichzeitige öffentliche Kritik am nicht eingelösten Versprechen gegenüber Datenurhebern verleiht dem Ethik-Rahmen einen scharfen inneren Widerspruch.